Viele Worte und doch ohne Worte …

​Wenn mein Arbeitgeber mir eine Anhörung zur Zuweisung für Anfang Dezember zuschickt und dieser Brief am 16.09.2016 in meinem Briefkasten landet und die Antwortfrist mit dem Zusatz

“ … antworten Sie bis 28.09.2016 – auch im Krankheitsfall – … “ daherkommt, dann empfinde ich das als Druck. 

Und ich frage mich erneut was mein Arbeitgeber davon hat, wenn er seine Mitarbeiter unmenschlich behandelt und soziale Komponenten nicht beachtet werden.  
Abscheulich. 
Dieser Arbeitgeber gehört an den Pranger .
Jahrzehntelang werden die Mitarbeiter verbeamtet.Sind später Landesbeamte – noch später Bundesbeamte – und dann irgendwann fällt irgendjemandem auf, dass Beamte teuer sind. Und dann fängt still und heimlich im Hintergrund eine Maschinerie zu mahlen an – ein Mahlwerk für Beamte – zum Zermürben und Fertigmachen. Und dann gibt’s irgendwann mal die Möglichkeit in andere Bundesbehörden oder Landesbehörden per Abordnung oder später auch Versetzung zu wechseln. Aber die Beamten, die aus der Abordnung zurück in den Mutterkonzern kommen, können nicht in ihre bisherige Abteilung zurück, sondern werden in einer Extra-Abteilung  „betreut“. Die Abteilung hat diese „Betreuung“ auch während der Abordnung. Diese Betreuung ist in meinem Fall VON ARSCH. Die Betreuer, die ich seit Sommer 2010 kennenlernen musste, sind – bis auf den letzten Betreuer – nicht kompetent. Sie waren sensibel wie sehr grobes Schleifpapier auf einer Babyhaut. Meines Empfindens nach ungeeignet für den Umgang mit Menschen. Das meine ich ernst. Und von den „oberen“ Etagen im Konzern, die sich irgendwann dieses gesamte Konstrukt mit den Beamten und Abordnung und Betreuung ausgedacht haben, von denen hat niemand diese zermürbenden Briefe erhalten und Ereignisse erlebt, die viele Beamten in den letzten Jahren hatten. 

Alles am grünen Tisch ausgedacht. 
Und ich? Ich bin fertig und im gewissen Sinne kaputt. Dabei möchte ich einfach nur arbeiten … in Berlin. Nicht irgendwo in Deutschland. Meinen Möglichkeiten entsprechend eingesetzt – nicht irgendwo im Pförtnerhäuschen eine Schranke bedienen oder irgendwo Kaffee kochen oder Akten in den Keller schleppen. 

Denn dafür habe ich nicht gelernt in den letzten 35 Jahren Arbeit für ein und dieselbe Firma. Und für etliche „Jobangebote“ kann ich wegen meiner Gendefekte nicht eingesetzt werden. 
Und der Rest von Deutschland ist auch nicht passend, wenn ich in meiner Heimatstadt Berlin meine Mutter pflege und meine 100% schwerbehinderte Tochter betreue. 
Aber diese sozialen Komponenten scheinen meinen Arbeitgeber nicht zu interessieren.  
Und ich ? 
Was mache ich ?

Ich bin in meinen Möglichkeiten für alle da und das gerne. 
Und zwischendurch verzweifele ich und habe Angst vor meinem nächsten Zusammenbruch.  

Aussichten.
Petra20160922

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2 Gedanken zu “Viele Worte und doch ohne Worte …

  1. Ach, menno, geht mir ganz vage ähnlich, ich kann Dein daran-leiden verstehen !
    Insofern, daß ich mal elektroinstallateur lernte, nur der meister konnte mich mangels aufträge, auftrags-lage, nicht „übernehmen“

    Dann ging es los, das kompromisse machen, irgendwann mußte ich in die zeitarbeit
    https://alm10965.wordpress.com/statement-alg-0-avgs-zeitarbeit/
    auch mal ein winter im Amsterdam (bis Süd Holland) als werkmigrant.
    Also ich würde auch gerne mich beruflich weiterentwickeln, dabei in Berlin bleiben.
    Ich weiß, Du würdest bloß nen Staus Quo.
    Aber auch bei Dir gibt es „Entscheider“ die meinen zu wissen,
    was und wie und wo
    Du arbeiten sollst.

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