Flüchtlinge sind Menschen

Gestern war ich von Mittags bis 23 Uhr in einem Berliner Flüchtlingsheim. Meine Freundin Maggie hat mich mitgenommen und mir ihre Syries vorgestellt.

Ihre Syries … 

Maggie kennt diese Menschen teilweise schon über ein halbes Jahr.  Das Flüchtlingsheim befindet sich gegenüber einer Kirchengemeinde und Maggie hat die Menschen bei einem Sommerfest kennengelernt  … einfach so … rüber gewunken über die Straße  „Kommt doch mal rüber“ .
Und sie kamen rüber und man unterhielt sich mit Händen und Füßen und einem Englischgemisch.  Maggie hat mir in den letzten Monaten schon so viel über ihre Syries erzählt.  Und jetzt war ich endlich dort.

Das Heim ist unwirtlich. Wenn es da irgendwo Wärme zu spüren gibt – dann die herzliche Wärme dieser Schutzsuchenden.

Die Ausstattung der Zimmer ist gelinde gesagt UNTER ALLER SAU.

Die Familien, die ich gestern kennengelernt habe,  versuchen mit wenigen kleinen Dingen ihren Raum wenigstens ein wenig „schön“ zu machen.

Die Küche ist auf dem Flur und die Toiletten  auch … ein schlimmer Zustand.  Es wird nichts  gepflegt. Der Heimbetreiber streicht das Geld pro Flüchtling ein und das Haus ist in einem traurigen Zustand. Mich persönlich würde interessieren, was der Betreiber mit diesem vielen Geld macht. 

Dagobert’s Geldschrank ?

Aber wie katastrophal die Zustände auch sind  … ich bin begeistert von den Menschen, die ich kennenlernen durfte.

Welch Willkommen – welch Wärme mir entgegen schlug.

Ein tolles Ehepaar, dass seine Kinder in Syrien lassen musste.

Ein Vater und sein einer Sohn – der 2.Sohn ist leider noch nicht hier.

Einen sehr kranker Mann ,  der trotz der schweren Krankheit so sehr positiv wirkte … seine Familie ist leider nicht hier.

Zwei Schwestern mit ihren Ehemänner und einem Bruder und einem Onkel mit seinem Sohn.  Alle anderen Familienmitglieder sind leider nicht hier.

Wenn dann die Sprache auf die fehlenden Familienmitglieder kommt, dann verdunkeln sich die Augen und es huscht ein dunkler Schatten über die Gesichter und es laufen Tränen.

Viel mehr kann ich gerade gar nicht schreiben, weil mir die Tränen kommen.

Nur eins noch  …

Was wäre , wenn wir aus Deutschland flüchten müssten,  weil Krieg ist und die Bomben drumherum fallen  … und wir müssten,  aus verschiedenen Gründen,  Familienmitglieder im Kriegsgebiet lassen …

Ich freue mich diese warmherzigen Menschen bald wiederzusehen und  ich werde meine Freundin  Maggie
mit allen möglichen Kräften  unterstützen in ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Danke für das Kennenlernen Maggie und auf viele schöne erfolgreiche Stunden der Zusammenarbeit  ❤

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